Der Verein
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Die Geschichte des Turn- und Sportvereins Lehmen

Der Sport ist zu einem Phänomen der modernen Welt geworden. Millionen von Menschen betreiben Sport aus den unterschiedlichsten Motiven. Träger des Breiten-, Freizeit- und Leistungssports sind die gemeinnützigen Turn- und Sportvereine.
Der Verein ist das Herz und die Basis der sportlichen Arbeit; er ist Träger der deutschen Turn- und Sportbewegung. Er erfüllt somit sportliche Aufgaben und unersetzliche bildungs-, gesundheits- und sozialpolitische Funktionen.

Die Geschichte der Turnvereine in Deutschland begann im vorigen Jahrhundert. 1816 wurde als erster Turnverein die Hamburger Turnerschaft gegründet.

Bereits 1811 eröffnete Jurnvater Jahn" auf der Berliner Hasenheide den ersten öffentlichen Turnplatz, aus dem sich die deutsche Turnbewegung entwickelte. Mitte des 19. Jahrhunderts erwuchs der Turnbewegung, aus England kommend, eine immer stärker werdende Konkurrenz: die Sportbewegung, die außer Turnen alle aufkommenden Sportarten wie Fußball, Rudern, etc. erfaßte.

Erst 1950 wurden Turn- und Sportvereine unter einem Dach vereinigt: dem Deutschen Sportbund. 

 

03.08.1912 Im Gasthaus Remy versammeln sich 24 Turner (Aktive), Turnfreunde (Inaktive) und Zöglinge (Jugendliche) und gründen den Turnverein Lehmen.
In den ersten Vorstand wurden gewählt:
1. Vorsitzender: Jakob Manderscheid
2. Vorsitzender: Heinrich Hilland
1. Turnwart: Peter Spitz
2. Turnwart: Georg Seibel
Kassenwart: Karl Spitz
Stellvertreter: Adam Manderscheid
Schriftwart: Jakob Hilland
Zeugwart: Siegmund Marx
11.09.1912 Anschaffung eines Recks für 66,50 DM und eines Barrens für 125 DM.
01.01.1913 Es wurde der Beschluß gefaßt, in jedem Jahr an Kirmesdienstag einen Sportlerball abzuhalten, der seit 1926 auch als Maskenball gefeiert wurde.
25.05.1913 Feier des ersten Gründungsfestes
05.10.1913 Das erste Sommerschlußturnen wurde durchgeführt, eine Veranstaltung, die von nun an auch jährlich stattfand.
Das Vereinsleben zu dieser Zeit:
Schon in dieser Zeit zeigte der Verein eine rege Tätigkeit. Neben den allwöchentlichen trainingsstunden besuchte man Gauturntage, Kreisturntage,Turnfeste befreundeter Vereine und führte auch selbst Turnveranstaltungen durch.
01.03.1914 Unter der Leitung von Lehrer Nikolay und Peter Gail wird eine Gesangsriege ins Leben gerufen.
24.05.1914 Gründung einer Fahnenkasse
07.11.1919 Der Verein gründet eine Schauspiel- und Theatergruppe, die regelmäßig spielte und durch die bei den Vorstellungen eingenommenen Eintrittsgelder wesentlich zum Bestand des Turnvereins beitrug. Weiterhin wurde der Beschluß gefaßt, eine Theaterbühne zu kaufen.
Für den Preis von 75 Mark konnte der erste Fußball erstanden und eine Spielwiese gepachtet werden.
22.01.1920 Zusammen mit dem Junggesellenverein soll eine Ehrentafel für alle gefallenen und vermißten Bürger der Gemeinde Lehmen errichtet werden.
22.02.1920 Der Verein gründet ein Trommler- und Pfeifer-Corps.
15.09.1921 Im heutigen Ortsteil Moselsürsch wird der Sportverein Moselblümchen Moselsürsch gegründet.
1. Vorsitzender ist Nikolaus Daum.
07.08.1921 Auf Bitte des Bürgermeisters gründen 25 Turner des Turnvereins die Freiwillige Feuerwehr Lehmen.
25.05.1922 Feierliche Fahnenweihe
1926 "Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des ""Bergfestes"" auf dem Lehmener Werth, des größten Festes in der Vereinsgeschichte."
22.01.1933 Gründung eines Fußballclubs im Turnverein.
1937 Das 25-jährige Stiftungsfest wird in großem Rahmen gefeiert.
05.05.1938 Der Turnverein Lehmen und der Sport- und Wanderclub Lehmen schließen sich zusammen zum Turn- und Sportverein Lehmen (Der Sport- und Wanderclub Lehmen veranstaltete Wanderungen und unterhielt eine Mandolinengruppe, betätigte sich aber nicht wettkampfmäßig an Sportveranstaltungen).
29.01.1939 Letzte Generalversammlung vor dem Krieg.
1946 "Der 2. Weltkrieg hat im Turn- und Sportverein große Lücken gerissen; viele aktive Turner waren nicht mehr heimgekehrt.Eine Anzahl Jugendlicher trifft sich, um den Geist des Vereins weiterleben zu lassen. Trotz vieler Bemühungen kann aber keine vergleichbare Turnriege wie vor dem Krieg aufgestellt werden. Andere Sportarten treten nun mehr und mehr in den Vordergrund."
24.01.1948 Die Besatzungsmächte hatten alle Turnvereine verboten. Deshalb nannte sich der wieder auflebende Verein zunächst Sportverein Lehmen. 1. Vorsitzender wurde Peter Justen.
08.01.1949 Unter Leitung von Resi Bolkenius wird die erste Damen-Mannschaft ins Leben gerufen.
29.05.1950 Der Fußball nimmt eine immer bestimmendere Bedeutung ein. Es findet das erste Fußballturnier an Pfingsten statt.
11.01.1951 Unter Leitung von Walter Ackermann wird eine Tischtennisabteilung gegründet.
1953 Unsere Fußballmannschaft wird Meister der 2. Kreisklasse Untermosel durch ein 1:0 gegen Oberfell
1954 Der Fußballsport findet immer mehr Anhänger, so daß für die neue Saison die erste Jugendmannschaft gemeldet werden kann.
1958 "Wegen"" Unkameradschaft"" muß die 1. Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen werden."
1961 Für die Saison kann erstmals eine C-Jugendmannschaft gemeldet werden.
1963 Der neue Sportplatz wird eingewiehen. Durch den Bau der Staustufe war der alte Sportplatz weggefallen. In der Übergangszeit spielte man in Gondorf.
05.01.1963 Karl-Josef Spitz erklärt sich bereit, eine Leichtathletikmannschaft aufzubauen.
10.04.1964 Klaus Wahner wird als erster lizenzierter Trainer für Fußball angestellt.
16.01.1965 Auf der Generalversammlung kann mit Stolz darauf hingewiesen werden, daß der Verein jetzt 180 Mitglieder zählt. Eine erste D-Jugendmannschaft kann am Spielbetrieb teilnehmen.
Durch den neuen Sportplatz nahm das Interesse an Fußball und an der Leichtathletik sprunghaft zu. In beiden Abteilungen konnten große Erfolge erzielt werden. Deshalb soll an dieser Stelle nur an die größten Leistungen erinnert werden.
1966 Die C-Jugend erringt den Kreismeistertitel des Kreises Koblenz. Im selben Jahr erfolgt die Eintragung des Vereins als e. V.
1967 Die Leichtathletikabteilung ruft mit dem sogenannten Mosellandgeländelauf eine Veranstaltung ins Leben, die fortan jährlich stattfindet und deren Popularität die großen Teilnehmerfelder dokumentiert.
Die A-Jugend wird Meister ihrer Staffel
Die B-Jugend wird ebenfalls Staffelmeister.
1967 Eine E-Jugendmannschaft wird zum Spielbetrieb für die neue Saison angemeldet.
1968 Die 1. Mannschaft wird in diesem Jahr Kreismeister der 2. Kreisklasse und schafft mit ihrem Trainer Helmut Michael in den Entscheidungsspielen den Aufstieg in die 1. Kreisklasse.
1969 Wieder wird unsere A-Jugend Meister des Kreises Koblenz. Daneben erreicht die 2. Mannschaft den Staffelsieg der Staffel Maifeld.
1970 Eine Damenfußballmannschaft wird zum Spielbetrieb angemeldet.
1972 Die 2. Mannschaft wird erneut Staffelsieger der Staffel Maifeld.
Die Leichtathletikabteilung erlebt einen Höhepunkt.
Der Verband beauftragt den Verein mit der Ausrichtung der Rheinland-Pfalz Meisterschaften im Marathonlauf und im 50 km Gehen.
1973 Der Verein stellt wieder einen Kreismeister. Die B-Jugend kann sich im Endspiel durchsetzen.
1974 Der Verein gründet unter der Leitung von Brigitte Weber zwei Tanzgruppen, die Volkstänze und moderne Tänze vorführen.
1977 Die A-Jugend wird Staffelmeister.
Das Vereinsleben entscheidend geprägt hat die Schulturnhalle, die dem Verein seit diesem Jahr zur Verfügung steht. Alte Sportarten werden neu belebt und neue Abteilungen ins Leben gerufen. In der Folge wird verstärkt Tischtennis gespielt.
Turngruppen für Kinder und Jugendliche werden aufgestellt. Für unsere Damen wird eine Gymnastikgruppe eingerichtet und es entsteht eine Volleyballgruppe.
1978 Die erste Mannschaft steigt durch die Neueinteilung der Klassen in die A-
Klasse auf.
1979 Die erfolgreiche Jugendarbeit spiegelt sich auf sportlichem Gebiet in den
Maria Schmitt richtet eine Kleinkinderturngruppe ein. So werden schon die Kleinsten in den Verein eingebunden.
1980 Dieses Jahr wird das sportlich gesehen erfolgreichste Jahr in der langen Vereinsgeschichte. Es steht für Leistungen, die den normalen Rahmen eines so kleinen Vereins sprengen und die auch überregional für Furore sorgten.
Unter der Leitung ihres Trainers Erwin Henn wird die 1. Mannschaft Kreismeister und steigt damit in die Bezirksklasse auf.
Weit in den Schatten gestellt wird diese Meisterschaft von den Erfolgen der Mannschaft im Pokalwettbewerb. Nach Siegen über die höherklassigen
Das Spiel endet zwar mit 5:1 für den hohen Favoriten, aber unsere Mannschaft konnte das Spiel lange Zeit offen halten.
Mit dieser einmaligen Leistung qualifiziert sich aber die Mannschaft für die erste DFB Pokalhauptrunde, wo sie auf die Profimannschaft von Kickers Offenbach trifft. Obwohl das Spiel mit 15:1 für den fünf Klassen höher spielenden Verein endet, wird dieser Tag zum absoluten Höhepunkt für Spieler und Mitglieder.
Im selben Jahr wird die C-Jugend ungeschlagen mit 36:0 Punkten Staffelsieger.
Das erstmals ausgerichtete Turnfest findet bei Beteiligten und Zuschauern großen Anklang und Zuspruch, war doch unter anderem die spätere deutsche Turnmeisterin Dagmar Brannekämper unter den Aktiven.
1982 Der TSV geht mit der SG Hatzenport/Löf eine Jugendspielgemeinschaft ein, die schon in der ersten Saison erfolgreich spielt und den Vize-Kreismeister bei der B-Jugend stellt.
Die erste Mannschaft kann an die Erfolge der vorangegangenen Jahre nicht anknüpfen und steigt aus der Bezirksklasse ab.
Die 2. Mannschaft hingegen wird Staffelsieger und steigt damit in die C-Klasse auf.
1983 Die Jugendspielgemeinschaft bleibt weiterhin erfolgreich. Die C-Jugend wird Staffelsieger, die B-Jugend erringt die Kreismeisterschaft und steigt in die höchste Spielklasse auf.
1984 Die A-Jugend wird durch ein 1:0 im entscheidenden Spiel gegen Bad Neuenahr Kreismeister und steigt in die Gruppenliga auf.
Von der Spielstärke der Jugend profitieren beide Vereine der Jugendspielgemeinschaft gleichermaßen, sodaß auch Rückschläge im Seniorenbereich aufgefangen werden können.
1985 Die 1. Mannschaft kann wieder in die Bezirksklasse aufsteigen.
1986 Der Verein bietet auch den älteren Mitbürgern eine aktive Teilnahme am Vereinsleben durch die Gründung einer Seniorenturngruppe.

 

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